Nächtlicher Besuch

Kurz nach Mitternacht – noch einige GLs sowie die Nachtwache sitzen am Lagerfeuer und bewachen unseren Wimpel. Bei einem Rundgang wird zufällig eine Gestalt, einige Meter im Wald entfernt, angeleuchtet. Es dauert ein paar Sekunden, aber dann geht alles ganz schnell: ANGRIFF! Die Angreifer kommen auf den Platz gestürmt und bahnen sich ihren Weg zum Wimpel, bis eine großes Getümmel entsteht. Aber die wenigen Besucher hatten keine Chance, denn es waren noch zu viele Kinder wach und haben unseren Wimpel erfolgreich verteidigt. 

Einigermaßen ausgeschlafen und gut durch Frühstück gestärkt, konnten wir heute Morgen dann in den Klassiker Monopoly starten. Es wurden Straßen gekauft, Häuser gekauft und natürlich gaaanz viel Miete bezahlt. Mit der Zeit kristallisierten sich – wie im Brettspiel oft auch – Teams heraus, die immer mehr Geld bekamen und den Sieg unter sich ausmachten. Nach Paul‘s leckerer Bohnensuppe war die Mittagspause vor allem von lauter Musik und Tanzen beim Putzen geprägt. Nachmittags haben wir Besuch von Ruth bekommen und unter dem Motto „Du bist gut genug“ einen Gottesdienst gefeiert. Nach einem kleinen Einstieg haben die Kinder in Workshops Namensanhänger gebastelt, eine Wünschewand gestaltet, sich gegenseitig Briefe mit Komplimenten geschrieben und eine Wimpelkette mit ihren Stärken beschrieben. So konnten die Kids nicht nur kreativ werden, sondern auch die bisherige Zeit Revue passieren lassen und ihre Gedanken sortieren. Am Abend kam dann noch der Kolping vorbei und hat netterweise für uns gegrillt. Nach unserer Lagerrunde hat sich dann die Nachtwache für ihren Dienst bereit gemacht.

Neue alte Spiele und ein GL als Flamingo

Zeichnen, Erklären, Pantomime – kommt euch das bekannt vor? Es geht natürlich um Activity! Allerdings funktionieren solche Klassiker nicht nur als Brettspiel, sondern auch wundervoll als Großversion auf dem Zeltplatz. Deshalb haben die Kids heute Morgen erneut in Teams gegeneinander gespielt und mussten für die einzelnen Aktionen quer über den Zeltplatz laufen. Dabei wurden nicht nur Rekorde für erratene Begriffe in einer Minute erreicht (unglaubliche 19!), auch hatten die Kids durch Partnerpantomime der GLs einiges zu lachen, sodass wir allesamt viel Spaß bei dem neuen Spiel hatten. Mit Spaghetti Bolognese gestärkt sind wir nach einer verkürzten Mittagspause mit unseren Fahrrädern nach Greven geradelt, um den Nachmittag voll auszunutzen. Denn es stand ein weiteres Highlight des Zeltlagers an: Das Leitersuchspiel! Diesmal allerdings ein bisschen anders… Jeder GL (alle in bunt-gemixten Kostümen) entsprach einer unterschiedlichen Punktzahl und die Kinder mussten durch die Summe dieser Zahlen möglichst nah an eine Zielpunktzahl kommen. Aber es gab auch GLs mit negativen Werten, die die Kinder gefangen haben. Dadurch waren alle dauerhaft in Aktion und mussten sogar noch ein bisschen rechnen, um ihren Wert nachvollziehen zu können. Danach hatten alle noch kurz Freizeit und es wurde das ein oder andere Eis gegessen, bis wir dann auch schon wieder zurück zum Zeltplatz gefahren sind und nach dem Abendessen den Tag mit einer tollen Lagerrunde abgeschlossen haben.

Eminem, Nina Chuba und Helene Fischer…

Auch die zweite Nacht ist ruhig verlaufen, sodass wir heute Morgen in Ruhe frühstücken und anschließend vormittags ein neues Spiel getestet haben: Risiko als Geländeversion! Dabei war es, passend zu unserem Motto Festival, die Aufgabe der vier Teams, Sänger:innen aus verschiedenen Musikgenres anzuwerben. Dafür mussten sie gegen die anderen Gruppen in Minispielen, wie beispielsweise 4-Gewinnt oder Parcours, antreten und selbst Taktiken entwickeln, um am Spielende möglichst viel zu besitzen. Hier hatten sowohl die Kinder als auch die GLs Freude daran, das Spiel kennenzulernen und sich taktisch auszuprobieren. Nach einem stärkenden Mittagessen mit Kartoffeln, Rührei und Spinat und einer kurzen Kioskpause ging es dann direkt in den nächsten neuen Programmpunkt, nämlich verschiedene Workshops. In zwei Runden wurde gebastelt, getanzt, gespielt, sich anderweitig bewegt oder auch Zirkusfähigkeiten wie Jonglieren erlernt. Danach hatten die Kinder wieder kurz Freizeit, um sich spielerisch zu beschäftigen oder auch zu duschen, bevor dann auch schon wieder das Abendessen anstand. Nach der Lagerrunde und einigen Gesprächen, sind auch in den letzten Zelten die Lichter erloschen und die Nachtwache hat es sich bereits am Feuer gemütlich gemacht.